Brustkrebsvorsorge Fragebogen nach Gail
Dieser Brustkrebs-Vorsorge Test basiert auf gesicherten empirischen Daten nach dem sogenannten Gail-Modell. Anhand weniger Fragen können Sie so selbst Ihr individuelles Brustkrebsrisiko bestimmen. ●
Informationen zum Brustkrebsrisiko
„Was kann ich tun, um mich vor dem Brustkrebs zu schützen“. Mit Recht wird diese Frage immer häufiger gestellt.
Risikofaktoren für das Mammakarzinom sind bekannt.
Einerseits wird die zunehmende Lebenserwartung mit der steigenden Anzahl von Karzinomen in Zusammenhang gebracht. Ältere Zellen können sich Veränderungen, die zum Krebs führen, nicht mehr so erfolgreich widersetzen wie junge Zellen dies vermögen.
Ein weiterer Grund liegt möglicherweise in der Umwelt; Schadstoffe belasten unseren Körper und können mitunter auch zum Krebs führen.
Aber auch die innere Hormonbildung, die vor allem bei übergewichtigen Frauen verstärkt ist, wird mit der Entstehung des Brustkrebses in Zusammenhang gebracht.
Fettzellen sind in der Lage, Östrogen herzustellen – an verschiedenen Stellen im weiblichen Körper, vor allem aber auch in der Brust. Je mehr Fettzellen die Frau besitzt, das heisst also, je übergewichtiger sie ist, umso mehr Östrogen bildet sie in ihrem Körper aus. Aber auch unnötig zugeführte Hormone erhöhen das Krebsrisiko.
Chronische Entzündungen und Verletzungen im Brustbereich werden ebenfalls als eine Ursache für den Brustkrebs diskutiert. Beides führen zu einer verstärkten Neubildung von Blutgefässen, was sich ungünstig auf das Brustgewebe auswirken kann.
Chronische Entzündungen wie sie an verschiedenen Stellen des weiblichen Organismus ablaufen, haben einen ungünstigen Einfluss auf die Brust.
Entzündungszellen des Blutes sind in der Lage – ähnlich wie die Fettzellen – Östrogen herzustellen; je länger chronische Entzündungen andauern, so könnte man daraus schliessen, umso höher ist auch die innere Hormonbelastung der Frau.
Nicht zu unterschätzen sind die seelischen Belastungen, die sich ungünstig auf den weiblichen Körper auswirken können. Der wichtigste Stressfaktor, das Cortisol, kann in verschiedenen Zellen die Hormonproduktion ankurbeln, was ebenfalls zu einer Östrogenüberbelastung der Brust führt. Die Erfahrung bestätigt es uns. Oft berichten Frauen von schweren Schicksalsschlägen , von der Erkrankung eines Kindes oder vom Tod ihres Mannes und wenige Monate später merken sie einen Knoten in der Brust; psychische Verletzungen scheinen die Entstehung bösartiger Ereignisse, so vor allem auch des Brustkrebses, zu begünstigen.
Früherkennung ist beim Brustkrebs wichtig, genauso wichtig allerdings ist es zu verhindern, dass etwas früh entdeckt werden muß, das heisst, dass das Mammakarzinom überhaupt entsteht.
Risikofaktoren sind heute bekannt, die – Gott sei Dank – nicht immer zum Brustkrebs
führen, von denen man aber weiss, dass sie mit einer höheren Wahrscheinlichkeit,
Brustkrebs zu bekommen, verbunden sind. Diese Risikofaktoren soll man kennen, da
man ihnen entgegensteuern kann. Sie müssen nicht unbedingt zum Krebs führen,
zwischen ihnen und dem Brustkrebs liegt ein Freiraum, der genützt werden kann, um
diese Risikokonstellationen zu mindern.
Manche Menschen fürchten medizinische Untersuchungen, weil eine Diagnose sie
mitunter so belasten könnte, dass dies zu schweren psychischen Veränderungen
führt. Bei den hier aufgezeigten Risikofaktoren ist das nicht so. Diese Diagnose ist
nicht mit dem Karzinom, wohl aber mit einem erhöhten Risiko verbunden, dem entgegengearbeitet werden kann. Insofern ist die Kenntnis dieser Faktoren nützlich.
A. Biographische Risikofaktoren aus dem Leben der Frau
Durch ein genaues Gespräch mit der Patientin kann man sich viele aufwendige Laboruntersuchungen ersparen. Der Arzt soll mitunter seinen weißen Mantel ablegen und den Rock des Kriminalinspektors anziehen, durch eine genaue Befragung gelingt es in vielen Fällen, sowohl die Diagnose wie auch Risikosituationen zu erkennen und zu beschreiben. Einen wichtigen Hinweis, ob der weibliche Körper mit Östrogenen „überbelastet“ wird, bekommt man durch die Antwort auf die einfache Frage, wann die erste Menstruation auftrat (Menarche) beziehungsweise mit wieviel Jahren die Menopause einsetzt. Weist eine Frau mit frühen Jahren (z.B. vor dem 12. Lebensjahr) bereits Zeichen der Geschlechtsreife auf und kommt sie erst verspätet in die Menopause (z.B. erst nach dem 50. Lebensjahr), so deutet dies auf eine längere Östrogenexposition hin als wenn ein Mädchen erst mit 15 Jahren in die Menarche und mit 49 bereits in die Menopause gekommen ist. Die Zeit der Östrogeneinwirkung , die dadurch definiert ist, kann ein Risikofaktor sein, vor allem dann, wenn sich eine frühe Menarche mit einer späten Menopause paart und die Frau mehr Jahre in der vom Östrogen dominierten Geschlechtsreife erlebt.
Einen wichtigen Hinweis über die Belastung kommt aus der Information, ob nahe
stehende Verwandte, Schwester, Tante oder Mutter an einem Brustkrebs bereits
erkrankt sind. Obwohl die Details noch nicht genau bekannt sind, vermutet man
doch, dass ähnliche Faktoren bei der Entstehung des Mammakarzinoms eine Rolle spielen. Die familiäre Belastung stellt einen Risikofaktor dar, der nicht unbedingt auch
zur bösartigen Geschwulst führen muss, der allerdings Grund dafür sein soll,
Vorsorgeuntersuchungen ernster zu nehmen und auch Vorbeugungsstrategien zu
verwenden.
Aus der Erfahrung weiß man, dass eine bereits einmal stattgefundene Operation an
der Brust – auch wenn es nur eine gutartige Erkrankung war – das Risiko für eine bösartige Geschwulst erhöht.
Auch diesen Faktor soll man in das Kalkül nehmen, genauso wie das Alter der Frau bei der ersten Geburt. Aus vielen Untersuchungen ist bekannt, dass die Schwangerschaft einen Schutz, aber auch eine gewisse Belastung für die Brust darstellen kann. Ereignet sich die erste Schwangerschaft bei der Mutter in jungen Jahren (vor dem 25. Lebensjahr), so stellt dies eine Schutzkonstellation dar, während die erste Schwangerschaft jenseits des 35. Lebensjahres für die Brust eher eine Belastung sein kann.
Natürlich ist das Alter per se ebenfalls ein Risikofaktor. Je älter ein Mensch wird, umso höher wird sein Risiko, an einem Karzinom zu erkranken.
Die vorher erwähnten Faktoren, vor dem Hintergrund des Alters, sind in einer statistischen Berechnung zusammengefasst worden, im sogenannten GAIL Modell, das eine mathematische Objektivierung des Brustkrebsrisikos erlaubt. Vor der Verschreibung der Hormonersatztherapie, aber auch bei der Beratung der Patientin in der gynäkologischen Praxis, empfiehlt es sich, diese einfachen, aber medizinisch gut abgestützten Faktoren von der Sprechstundenhilfe eingeben zu lassen, damit sich der Arzt schon bei Beginn des Gespräches ein Bild über die Brustkrebsbelastung der vor ihm sitzenden Patientin bilden kann.
B. Risikofaktor Lebensstil
Der größte Risikofaktor ist das Übergewicht. Gewichtsabnahme ist eine hervorragende Strategien, den Brustkrebs abzuwehren. Wie beschrieben, trägt die Fettzelle Eigenschaften in sich, Östrogene zu bilden. Je mehr Fettzellen vorhanden sind, umso höher steigt auch in der Brust die Östrogenkonzentration an.
Umgekehrt wird durch körperliche Aktivität dieser Östrogenspiegel gesenkt. Der Verzicht auf Sport und eine sitzenden beziehungsweise ruhende Lebensweise stellen zweifellos ein Risiko des Mammakarzinom dar.
Alkohol ist ebenfalls ein Risikofaktor für den Brustkrebs. Dies ist durch zahlreiche Untersuchungen belegt. Der Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Alkohol liegt im Östrogen, das durch den Alkoholkonsum in der Brust vermehrt gebildet wird.
C. Untersuchungen, die eine Risikoabschätzung für die Brust erlauben:
a) Bildgebende Verfahren
Die Mammographie dient natürlich in erster Linie dazu, ein bösartiges Geschwür in der frühen Phase zu erkennen. Allerdings kann durch die Mammographie die „Brustdichte“ diagnostiziert werden. Etwas, was in der Vergangenheit möglicherweise zu wenig berücksichtigt wurde. Die Brustdichte trägt eine hervorragende Information in sich. Sie gibt dem Befunder Aufschluss über die lokale Hormonkonzentration in der Brust. Je dichter die Brust ist, umso höher ist die lokale Hormonkonzentration und umso gefährdeter ist das Brustdrüsengewebe. Oft gelingt es bereits durch Verzicht auf Alkohol, durch eine vermehrte sportliche Aktivität, durch eine besondere Diät, mitunter aber auch durch eine lokale Behandlung der Brust (unter ärztlicher Aufsicht) die Brustdichte zu senken.
Auch Medikamente stehen zur Verfügung, die die lokale Hormonproduktion in der Brust drosseln, was durch eine Abnahme der Brustdichte demonstriert werden kann.
Die Knochendichtemessung wurde in der Vergangenheit auch nur unter dem Aspekt durchgeführt, ob eine Osteoporosegefährdung vorhanden ist oder nicht. Aber genauso, wie auch die Mammographie über die Frühdiagnose hinaus auch noch einen anderen Informationsgehalt in sich birgt, genauso bekommt man durch die Knochendichtemessung wertvolle Detailkenntnisse über die Brust – unabhängig vom Skelettsystem. Es ist bekannt, dass Östrogene einen stimulativen Effekt auf die Knochen ausüben. Je mehr Östrogen, umso stärker die Knochendichte. Der Gehalt an Mineralstoffen - und dies ist ein Ausdruck der Knochendichte – kann in vier Vierteln geteilt werden. Das unterste Viertel zeigt eine geringe Knochendichte. Das oberste Viertel eine hohe Knochendichte an. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Frauen mit einem Knochenmineralgehalt, der im obersten Viertel lag („oberste Quartil“) ein erhöhtes Risiko für eine Brusterkrankung in sich tragen, da die Knochendichte die Östrogenkonzentration im Körper der Frau überspielt. Je höher das Östrogen, umso höher auch die Knochendichte. Die meisten Frauen verfügen in der Postmenopause über einen Knochendichtebefund, der mühelos und ohne Kosten auch für die Abschätzung der Brustbelastung verwendet werden kann.
b) Hormonuntersuchungen
Hormone können auch direkt untersucht werden und bergen eine wertvolle Information in sich, wie viel beziehungsweise ob überhaupt eine Hormonbehandlung bei Frauen im Klimakterium durchgeführt werden soll. Der Östrogenspiegel im Blut stellt nur eine Seite der Medaille dar, weil er nicht immer mit dem Östrogenspiegel im Gewebe übereinstimmt. Trotzdem ist er ein wertvoller Parameter, an dem man sich orientieren kann - vor allem dann, wenn Hormone verschrieben werden. Zeigt auch in der Postmenopause – also nach Beendigung der regelmässigen Monatsblutung – die Frau noch einen höheren Östrogenspiegel auf, so kann daraus geschlossen werden, dass andere Gewebe – neben den nun nicht mehr arbeitenden Eierstöcken – weiter Hormone produzieren. In einem solchen Fall wird man mit der Hormonersatztherapie zurückhaltend sein beziehungsweise sie auch nur in niedrigsten Dosen verschreiben, da der Körper selbst noch ausserhalb der Eierstöcke Östrogene herstellt.
Auch das Prolaktin, ein Hormon der Hirnanhangsdrüse, kann berücksichtigt werden,
wenn man die Belastung der weiblichen Brust abschätzen möchte. Ein erhöhter
Prolaktinspiegel stellt ebenfalls einen Belastungsfaktor für die Brustdrüse dar.
Von besonderer Bedeutung ist die Bestimmung des Insulin Like Growth Factor 1.
Dieses Hormon, das in der Leber gebildet wird, bringt zahlreiche Zellen „auf Touren“,
darunter auch das Prostatagewebe und die Brustdrüse. Ein erhöhter IGF1 Spiegel
symbolisiert, dass die Brustdrüsenzellen vermehrt arbeiten und dadurch natürlich auch einer vermehrten Belastung ausgesetzt sind.
Das Östrogen des weiblichen Körpers wird in der Leber abgebaut, wobei zwei weitere östrogenähnliche Verbindungen entstehen, das 16 Hydroxyöstron und das 2 Hydroxyöstron, die – bevor sie endgültig ausgeschieden werden – eine zeitlang noch im weiblichen Körper und damit auch im Brustdrüsengewebe aktiv sind . Das Verhältnis zwischen diesen beiden Ausscheidungsprodukten ist von Frau zu Frau verschieden; ein erhöhtes 16 Hydroxyöstron ist für die Brust – soweit man dies aus Studien weiss – ungünstig. Das 2 Hydroxyöstron stellt hingegen das „gute Produkt“ dar. Durch eine relativ einfache Untersuchung kann man sich ein Bild darüber verschaffen, wie der weibliche Körper das Östrogen abbaut und ob dabei problematische (16 Hydroxyöstron) oder unproblematische (2 Hydroxyöstron) Metabolite entstehen.
Das Vitamin D – ebenfalls ein Hormon – steuert nicht nur das Skelettsystem sondern auch den Zellzyklus – und das in den hormonabhängigen Organen, der Prostata, dem Dickdarm und auch der Brust.
Für diese Erkrankungen gibt es ein sogenanntes Nord-Süd-Gefälle:
Sie kommen im Süden seltener vor als im Norden, wo die Sonneneinstrahlung und damit auch die Vitamin-D-Synthese geringer ist.
Fast die Hälfte aller Frauen in der Postmenopause zeigen einen Vitamin-D-Mangel, der, entsprechend internationalen Empfehlungen, auch ausgeglichen werden soll.
Das Vitamin D 25 ist leicht zu bestimmen, es ist eine Blutuntersuchung, der Wert soll über 30 ng/ml liegen. Liegt er darunter, so ist eine Korrektur des Vitamin-D-Spiegels notwendig.
c) Stoffwechseluntersuchungen
Der Stoffwechsel, vor allem aber der Glukose- und Insulinspiegel, haben auf die
Entstehung hormonabhängiger Karzinome ebenfalls einen großen Einfluß.
Bei einem Überschuß an Zuckermolekülen werden diese nicht nur in Energie
verwandelt, sondern auch in chemische Verbindungen, aus denen die Krebszelle
ihre Bestandteile zusammenbauen kann.
Auf der anderen Seite erzeugt ein erhöhter Glukosespiegel auch eine hohe Insulin-Synthese.
Insulin ist ein Wachstumshormon, das nicht nur die Zuckeraufnahme verbessert, sondern gleichzeitig auch die Zellen zu einem verstärkten Wachstums anregt.
Deswegen ist die Kontrolle des Nüchtern-Insulinspiegels zur Abschätzung der
Brustkrebsgefährdung sinnvoll.
Aber auch zwei andere Parameter des Stoffwechsels sind mit einem erhöhten
Mammakarzinomrisiko assoziiert.
Das Adiponektin und das sogenannte viszerale Fett, das Fett zwischen den
Gedärmen. Beide Untersuchungen scheinen ebenfalls sinnvoll zu sein, um das
Risiko eines Brustkrebses abschätzen zu können.
D. Vorbeugen gegen die Entstehung des Brustkrebses
Der Verzicht auf Alkohol beziehungsweise seine Einschränkung, die Gewichtsreduktion sowie die tägliche sportliche Aktivität stellen die einfachsten, aber äußerst wirksamen Strategien dar, mit denen man sich gegen den Brustkrebs schützen kann.
Auch die Ernährung scheint einen Einfluss auf die Entstehung dieses hormonabhängigen Malignoms zu sein. Dass Soja möglicherweise einen Schutzeffekt gegen die Entstehung des Prostatakarzinoms besitzt, wird seit vielen Jahren diskutiert und resultiert aus der Beobachtung, dass in asiatischen Ländern, wo viel Soja verzehrt wird, das Mammakarzinomrisiko sehr niedrig ist.
Im Soja sind Pflanzenöstrogene enthalten, welche die Brust ähnlich günstig beeinflussen wie eine „Schwangerschaft in jungen Jahren“. Deswegen wird von manchen Wissenschaftlern vermutet, dass die sojareiche Ernährung in der Pubertät beziehungsweise in der frühen Adoleszenz von besonderer Bedeutung wäre, da zu diesem Zeitpunkt jene Schutzmechanismen durch Soja festgelegt werden, die Jahrzehnte später dann vor dem Brustkrebs schützen.
Unabhängig von diesem Mechanismus scheint aber Soja auch aus einem anderen
Grund für die Brust günstig zu sein. In unserer Umwelt kommen zahlreiche künstliche Östrogene vor, die sowohl den Mann wie auch die Frau belasten. Beim Mann werden
sie für die abnehmende Spermaqualität verantwortlich gemacht, bei der Frau für die
höhere Belastung der Brust. Da diese künstlichen Östrogene mitunter industrielle
Abfallprodukte sind, kann man sich nur sehr schwer dagegen schützen. Ein Weg
scheint in der Verwendung der Pflanzenhormone zu sein: sie scheinen die Zelle vor
den aggressiven künstlichen Östrogenen der Umweltverschmutzung in Schutz zu
nehmen. Deswegen kann eine sojareiche Diät ohne weiters in das Schutzarsenal
gegen die Entstehung von Brustdrüsenerkrankungen aufgenommen werden.
Auch die Folsäure und all jene Nahrungsmittel, in denen Folsäureenthalten sind, scheinen für die Brust günstig zu sein. Folsäure stimuliert einen Entsorgungsmechanismus, über den aus der Brust die Östrogene rascher ausgeschieden werden. Es handelt sich dabei um die sogenannte Katecholmethyltransferase, ein Enzym, das im Körper das Östrogen der Frau inaktiviert. Manchmal arbeitet dieses Enzym langsamer, dann ist die Frau einem erhöhten Brusterkrankungsrisiko ausgesetzt. Folsäurereiche Nahrung kann dem entgegentreten.
Auch Kohlgemüse, vor allem Brokkoli und Kohlsprossen, sollen In jene Nahrungsmittel aufgenommen werden, von denen man weiss, dass sie gegen den Brustkrebs schützen. Sie verhindern dass die Östrogene in die bereits erwähnten „ungünstigen“ Metabolite umgewandelt werden. Ähnliches gilt für den grünen Tee, dessen Inhaltsstoffe auf ihre brustkrebsverhindernden Wirkung untersucht wurden.
Nach den bis jetzt vorliegenden Daten scheint sich ein reichlicher Konsum
von Grüntee tatsächlich günstig auf die Brust auszuwirken.
Leinsamen hemmt die innere Produktion des Östrogens. Es ist ein sogenannter „Aromatasehemmer“, der die Brust vor zu viel Östrogenen schützt. Deswegen erscheint eine leinsamenreiche Diät als besonders wichtig.
In der Passionsfrucht befindet sich eine Substanz, das Chrysin, welches ebenfalls eine Hemmwirkung auf die Aromatase, das heisst auf das östrogenbildende Enzym in der Brust hat.
Omega 3 Fettsäuren, so wie sie in Meeresprodukten vorkommen – scheinen deswegen für die Brustdrüse günstig zu sein, weil die darin enthaltene Omega 6 Fettsäuren einen entzündungshemmenden Effekt bewirken, welcher ebenfalls die Brust schützt.
Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D erscheint für die Prävention des Mammakarzinoms sinnvoll.
Von allen nutritiven Empfehlungen scheint die Zufuhr des Vitamin D die wichtigste zu
sein.
Das Vitamin kann man in seiner Vorstufe als Vitamin D 25 zuführen oder auch durch
eine vorsichtige Sonnenexposition im Körper selbst bilden lassen. ●
Erweiterter Brustkrebs Test nach Gail-Claus (nur für Ärzte)
Dieser Brustkrebs-Vorsorge Test erweitert die empirischen Erkenntnisse aus dem Gail-Modell mit Erkenntnissen aus dem Claus-Modell, welches die Familienanamnese besonders berücksichtigt. Weiters fließen relevante Informationen aus Brust- und Knochendichte, sowie Hormonstatus ein und ermöglichen Ihrem Arzt so eine noch genauere Einschätzung Ihres persönlichen Brustkrebsrisikos.
Dieser Test wird auch in Kombination mit der Impedanzmessung der Brust gemeinsam mit Ihrem Arzt durchgeführt. ●
Zum erweiterten Brustkrebs Test (nur für Ärzte)
Entwickelt in Zusammenarbeit mit a3L e-solutions GmbH, Wien (office@mednanny.com)
