Eine neue nicht operative Behandlung von Myomen ist in der Zusammenarbeit zwischen Radiologen und Gynäkologen entstanden: Die Embolisierung. Dabei wird ein dünner Katheter von der Beuge bis zur Gebärmutter vorgeschoben und die Blutversorgung des Myoms unterbunden, dadurch können die Myome nicht mehr weiter wachsen und bilden sich langsam zurück. Diese Methode wird meist ohne Allgemeinnarkose durchgeführt, die Patientin ist bei Bewusstsein. Der Eingriff dauert 20 bis 30 Minuten und in der Regel verbringt die Patientin nur eine einzige Nacht im Spital. Nach diesem Eingriff muss eine ca. 12stündige Schmerztherapie erfolgen, da dieses „Aushungern“ der Myome Schmerzen im Unterbauch verursacht, die allerdings mit einer entsprechenden Therapie beseitigt werden können.
Diese Methode ist seit ca. 10 Jahren im Einsatz, vor allem in den Vereinigten Staaten überblickt man Tausende von Patientinnen, deren Myom so behandelt wurde. Dadurch liegen auch große Studien vor, die die Zufriedenheit, die Effektivität und die Komplikationsrate vergleichen. In seltenen Fällen (in etwa 4%) klagen die Patientinnen nach der Embolisierung über Schmerzen und Blutungen. Zu den seltenen schweren Komplikationen zählen Infektionen, die dann eine Operation notwendig machten. Die Zufriedenheit mit der Methode ist entsprechend der internationalen Studienlage sehr groß. Der Vorteil liegt im kurzen Spitalsaufenthalt und an der Tatsache, dass keine operative/chirurgische Aktivität notwendig ist. Die Myome bilden sich zurück und in den meisten Fällen verschwinden dadurch auch jene Beschwerden, an denen die Patientinnen litten. Die durchschnittliche Größe, bis zu der eine Embolisierung vorgenommen werden kann, liegt bei 10 cm, im Einzelfall auch bei 15 cm. Vor einem derartigen Eingriff ist eine MR-Untersuchung der Gebärmutter notwendig, der Eingriff selbst wird in Kooperation zwischen den interventionellen Radiologen und dem Frauenarzt vorgenommen. ●
