[2.9] Ovarian Tissue Banking

Seit einigen Jahren stellt man betroffenen Frauen die Möglichkeit zur Verfügung, Eierstockgewebe auf Zeit einzufrieren. Bei diesen betroffenen Frauen handelt es sich um Patientinnen, die sich einer Behandlung unterziehen müssen, welche mitunter zur Zerstörung des Eierstockgewebes führt. Dies wird bei schweren Immunerkrankungen, aber auch bei bösartigen Krankheiten manchmal notwendig. Um das Eierstocksgewebe zu stützen wird es deswegen vor der Chemotherapie laparoskopisch entnommen, kryokonserviert und nach der Behandlung der Patientin wieder laparoskopisch reimplantiert. Damit handelt sich eigentlich um die Beseitigung eines regelwidrigen Zustandes, denn dass eine 20 bis 30jährige Frau keine Eierstocksaktivität mehr hat ist regelwidrig. Nicht die mögliche Erfüllung des Kinderwunsches, sondern vor allem die Normalisierung der Eierstocksaktivität ist Ziel dieser Technik. Denn durch das frühzeitige Ausfallen der im Eierstock gebildeten Stoffe kann die Frau schwere Nachteile bekommen.